Unfruchbarkeit - Diagnostik bei der Frau

Bei Unfruchtbarkeit besteht die Diagnostik aus einer gynäkologischen Untersuchung, Ultraschall (zählt zu den wichtigsten Untersuchungen des Unterleibes), Hysterosonographie, Hysteroskopie, Laparoskopie, sowie Hormonuntersuchungen.

Gynäkologische Untersuchung

Dabei untersucht der Arzt die inneren und äußeren Geschlechtsorgane auf Erkrankungen oder Veränderungen, die einer Schwangerschaft im Wege stehen könnten. Das können beispielsweise Entzündungen des Gebärmutterhalses und der Scheide sein. Sie können dazu führen, dass die Samenzellen ihre Beweglichkeit verlieren. Zudem schaut der Arzt, wie die Gebärmutter liegt und geformt ist, ob es Zysten in den Eierstöcken oder Myome in der Gebärmutter gibt.

Ultraschall

Zu den wichtigsten Untersuchungen des Unterleibes zählt der Ultraschall. Denn mit seiner Hilfe lassen sich die inneren Organe wie die Eierstöcke und die Gebärmutter sichtbar machen. Per Ultraschall kann der Arzt erkennen, ob bis sich das Eibläschen bis zum Zeitpunkt des Eisprungs normal entwickelt. Er kann auch prüfen, inwieweit sich die Schleimhaut entsprechend des Zyklus entwickelt. Denn nur dann besteht auch für das befruchtete Ei die Chance, sich einzunisten und sich zu entwickeln. Mit Hilfe des Ultraschalls lassen sich auch Myome diagnostizieren oder ausschließen. Bei Myomen handelt es sich, um gutartige Geschwülste in der Gebärmutterwand. Befinden sich diese im äußeren Drittel der Gebärmutterwand und sind sie nicht zu groß, gelten sie als bedeutungslos. Sie bedürfen keiner Behandlung. Erreichen Myome jedoch einen Durchmesser von mehr als vier Zentimeter und liegen sie direkt über der Schleimhaut, können sie das Eintreten einer Schwangerschaft verhindern. Sie müssen dann entfernt werden. Die Operation erfolgt heute meistens minimalintensiv. Dabei führt der Operateur eine Optik mit Videokamera in den Bauchraum oder in die Gebärmutter ein.

Hysterosonographie

Die Hysterosonographie ist einfacher Test, mit dessen Hilfe sich die Durchgängigkeit der Eileiter prüfen lässt. Über einem dünnen Katheter führt der Arzt durch den Muttermund in die Gebärmutter wenige Milliliter einer Kochsalzlösung ein. Wenn die Eileiter offen sind, fließt die Lösung in den Bauchraum. Ob das funktioniert, kann per Ultraschall kontrolliert werden.

Hysteroskopie oder Gebärmutterspiegelung

Bei der Gebärmutterspiegelung führt der Arzt eine Optik mit Videokamera durch den Muttermund in die Gebärmutter ein. Auf diese Weise kann er das Innere der Gebärmutter begutachten. Entdeckt er dabei beispielsweise Polypen in der Gebärmutterschleimhaut kann er diese sofort entfernen.

Laparoskopie oder Bauchspiegelung

Auch hier kommt eine Optik mit Videokamera zum Einsatz. Diese führt der Arzt über den Bauchnabel in den Bauchraum ein. Alle Organe im Bauch lassen sich so begutachten. Ob Verschlüsse und Erkrankungen der Eileiter sowie Verwachsungen bestehen oder die Patientin unter Endometriose leidet, lässt sich mit Hilfe der Bauchspiegelung genau feststellen. Sie ist deshalb ein unverzichtbares Hilfsmittel für eine exakte Diagnose derartiger Krankheiten. Entdeckt der Arzt während dieser Untersuchung beispielsweise Verwachsungen um die Eileiter, kann er diese sofort lösen. Die Eileiter sind wieder durchgängig und eine weitere Behandlung ist nicht mehr erforderlich. Die Bauchspiegelung wird unter Narkose durchgeführt.

Hormonuntersuchungen

Bei jedem Menstruationszyklus produziert der Körper Hormone in unterschiedlicher Menge und zu verschiedenen Zeiten. Diese Hormone sorgen zum Beispiel dafür, dass sich die Eizelle entwickelt, es zum Eisprung kommt und sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Die für die Fortpflanzung wichtigen Hormone müssen sowohl zum richtigen Zeitpunkt während des Zyklus als auch in der richtigen Menge vorhanden sein. Eine Schwangerschaft ist sonst nicht möglich. Bei der Hormonuntersuchung werden deshalb bestimmte Hormone im Blutspiegel gemessen, die der Organismus während eines Zyklus produziert.

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